Postenschacher im öffentlichen Dienst!
Wer lange genug im öffentlichen Dienst ist, kennt unausweichlich einen Fall, der stark nach Freunderl- oder Parteibuchwirtschaft riecht, oder ist womöglich selbst Betroffener.
Seit Jahrzehnten versucht man daher - mehr oder weniger glaubwürdig - dieses Problem in den Griff zu bekommen. In Wahrheit hat dies jedoch nur dazu geführt, dass immer raffinierter vorgegangen wird.
Unerwünschten Kandidaten wird nachdrücklich von einer Bewerbung abgeraten, Kommissionen werden mit den „richtigen“ Mitgliedern besetzt, geforderte Erfahrung wird durch vorausschauende Zuteilungen erworben und allgemein gilt „passt‘s doch besser mit euren Mails und Chats auf“.
Offiziell gilt natürlich der Beste möge gewinnen, aber wer der Beste ist, liegt letztlich im Auge des Betrachters und diese Tatsache verleiht dem Ganzen zwangsläufig den Beigeschmack von Willkür und Beliebigkeit.
Nichtsdestotrotz zeigen etwa skandinavische Länder vor, wie man es besser machen könnte und die österreichische Politik wäre gut beraten, sich daran ein Beispiel zu nehmen. In der staatlichen Verwaltung gibt es bekanntermaßen in allen Bereichen von der Gesundheit über die Bildung bis hin zur Sicherheit sprichwörtlich viel Luft nach oben. Solange aber ganz oben immer mehr Posten geschaffen und den „Richtigen“ zugeschachert werden, während man gleichzeitig die dafür benötigten Ressourcen ganz unten einspart, kann da nichts besser werden.
Schlussendlich geht es um nichts Geringeres, als das Vertrauen der Bevölkerung in den öffentlichen Dienst und das sollte jetzt schön langsam allen und vor allem der ÖVP klar werden.
Quelle: orf.at
https://orf.at/stories/3428878/







