Von langer Hand geplant!
Anmerkung: Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen sehen wir uns im Sinne der Interessenvertretung zu einem diesbezüglichen Kommentar gezwungen!
Bekanntlich hat diese Regierung von Anfang an keine ernsthaften Bemühungen unternommen, um ein EU-Defizitverfahren zu verhindern. In der Folge wurde uns erklärt, dass man nun genötigt sei, massive Einschnitte bei den staatlichen Ausgaben nach Brüssel zu melden.
Dies betrifft jedoch nachweislich nicht die beispielsweise horrenden Kosten im Asylbereich oder den völlig undurchsichtigen Dschungel an Förderungen. Die Regierung setzt stattdessen den Sparstift vor allem dort an, wo sie schnell ein paar hundert Millionen einsparen kann, nämlich bei jenen die in der Vergangenheit und in der Gegenwart die Leistungsträger dieses Landes waren und sind. Nach den Pensionisten folgen nun die Beamten und in Kürze die Beschäftigten in der Privatwirtschaft, für die der Beamtenabschluss beispielgebend sein wird.
Bei den Beamtengehältern ergab sich nun jedoch das Problem, dass für 2026 bereits eine gebührende Erhöhung als Teuerungsausgleich im Sinne der Kaufkrafterhaltung paktiert war.
Um dieses Problem zu lösen, meldete man einfach für 2027 und 2028 zwei „Nulllohnrunden“ nach Brüssel, wozu man auf Grund des Defizitverfahrens gezwungen gewesen sei. Und siehe da, schon ist die Gewerkschaft bereit, die bereits beschlossene Gehaltserhöhung wieder aufzuschnüren. Denn, so die Hoffnung, es könnte dafür im Gegenzug in den kommenden Jahren doch eine kleine Erhöhung - natürlich auch unter der Inflationsrate - geben.
Als AUF/FEG teilen wir dieser Regierung nur Eines dazu mit:
Die Beamtenschaft zittert nicht vor einer derartigen Politik!
Sie wird diese Schwächung der Kaufkraft wohl oder übel als neuerlichen Beweis der Geringschätzung ihrer Leistung hinnehmen. Die Attraktivität des öffentlichen Dienstes wird genauso wie die Motivation der Bediensteten weiter sinken und am Ende des Tages wird dies auch die Wirtschaftsflaute befeuern. Zittern sollte daher vielmehr diese Regierung, die sich mit ihrer Politik gegen die pensionierten und aktiven Leistungsträger in diesem Land in eine Sackgasse manövriert.
Denn das Finanz-Defizitverfahren der EU werden sie so vielleicht in den Griff bekommen, aber das Vertrauens-Defizitverfahren der eigenen Bevölkerung sicher nicht!
Quelle: oe24.at
https://www.oe24.at/oesterreich/politik/jetzt-muessen-auch-beamte-um-gehaltsplus-zittern/648553281







