Teilzeitdebatte: Verhöhnung aller Polizeibediensteten!
Die derzeitigen Diskussionen innerhalb unserer Regierung zur Teilzeitbeschäftigung stellt für Polizeibedienstete geradezu eine Verhöhnung ihrer beruflichen Lebensrealität dar.
Tatsache ist zunächst, dass zahlreichen Bediensteten trotz gesundheitlicher Probleme oder familiärer Notwendigkeiten ihr Ansuchen auf Herabsetzung der Wochendienstzeit regelmäßig abgelehnt wird. Zumeist wird dies nur in jenen Fällen genehmigt, wo der Dienstgeber dazu per Gesetz gezwungen ist (Anm.: Kinder bis 7 Jahre).
Tatsache ist auch, dass die Begründung dafür laut gängiger Judikatur der prekäre Personalstand auf den Dienststellen ist. So hat der Verwaltungsgerichtshof (siehe Link) auch jüngst wieder die Ablehnung eines Antrags auf Teilzeit durch die Dienstbehörde deshalb als legitim bestätigt, weil ansonsten die ohnehin schon sehr hohe Überstundenbelastung für die restlichen Bediensteten auf der betreffenden Dienststelle weiter angestiegen wäre.
Diese Begründung entlarvt auch das derzeit von BM Karner propagierte Personalmärchen, wonach aktuell so viel Personal wie nie zuvor auf den Dienststellen zur Verfügung stünde und es daher völlig ausreichend sei, die Neuaufnahmen auf den Ersatz pensionsbedingter Abgänge zu beschränken.
Unser Fazit: Wer nicht bereit ist, sich der Personalproblematik mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit zu stellen, wird sie nicht lösen können - schon gar nicht mit einem neuen Dienstzeitsystem, welches zum Zweck einer Effizienzmaximierung und notwendiger Einsparungen umgesetzt werden soll.





